Samstag, 16. Mai 2015

Praktisch für mehr Stauraum beim Tauchen: Beintasche auf den Neopren-Anzug kleben

Beintasche nachträglich auf den
Neoprenanzug kleben

Ich habe beim Tauchen immer ein bisschen mehr Stauraum vermisst - z.B. für die Boje im Urlaub. Die Taschen an meinem Jacket bieten nicht viel Platz und sind dazu noch so unglücklich angebracht, dass ich sie unter Wasser kaum selbst bedienen kann. Also habe ich mir eine Beintasche und Neopren-Kleber gekauft und mir die Beintasche auf meinen Nasstauchanzug geklebt.

Das habe ich mir dafür zurecht gelegt:

  • Meinen Tauchanzug
  • Eine Beintasche (z.B. von DIR Zone)
  • Neoprenkleber (z.B. Helastopakt Wasserstoffkleber transparent, Dose 300g)
  • Einen dicken Pinsel
  • Einen Schneiderstift/Schneiderkreide zum Anzeichnen auf dem Stoff (Reste davon lassen sich leicht vom Stoff waschen)

Den Umriss der Tasche auf dem Anzug mit
Schneiderkreide anzeichnen

Die Fläche auf dem Neoprenanzug 3 x sorgfältig bis zum
Rand mit Neoprenkleber einstreichen

Die Rückseite der Tasche ebenfalls 3 x einstreichen

So habe ich es gemacht:

  • Ich habe den Neopren-Anzug angezogen und die Tasche seitlich so an meinen Oberschenkel gehalten, dass sie komfortabel sitzt und bei verschiedensten Bewegungen nicht stört - also nicht zu hoch und nicht zu niedrig sitzt.
  • Mit der Schneiderkreide habe ich dann die Kontur der Tasche auf dem Bein angezeichnet. Eine helfende Hand ist hierbei hilfreich.
  • Nach dem Ausziehen des Anzugs und Ausbreiten auf dem Boden habe ich gesehen, dass der angezeichnete Bereich nun etwas schmaler war als die Tasche, da sich der Anzug im angezogenen Zustand natürlich etwas gedehnt hat. Also habe ich ein Küchen-Schneidebrett genommen und es in das Bein gesteckt, so dass die Breite nun wieder mit der Tasche überein stimmte.
  • Die Fläche auf dem Anzug habe ich nun 3 x hintereinander mit einem dicken Pinsel sorgfältig bis zum Rand eingestrichen. Beim ersten Anstrich zieht der Klebstoff schnell in den Stoff ein - bei den weiteren bleibt dann eine Klebeschicht auf dem Stoff.
  • Danach habe ich die Rückseite der Tasche ebenfalls 3 x hintereinander mit dem Neoprenkleber eingestrichen - sorgfältig bis an den Rand. Vom Klebstoff habe ich ca. 150 - 200g für eine Tasche verbraucht.
  • Dann habe ich beide Teile noch einige Zeit antrocknen lassen. Die Flächen waren fertig zum Verkleben, als ich mit dem Finger darauf fassen konnte und der Klebstoff sich nur noch etwas klebrig anfühlte, aber keine Fäden mehr gezogen hat. Hier am besten die Tipps von Klebstoff-Hersteller beachten.
  • Nun habe ich die Tasche vorsichtig auf den Anzug gelegt und den kompletten Bereich sehr fest angedrückt (ein hoher Druck zu Anfang ist hierbei sehr wichtig!). Zusätzlich habe ich einen schweren Bildband auf die Tasche gelegt, ordentlich Blei darauf verteilt und das Ganze dann nochmal 1 Stunde so liegen lassen.
  • Ein paar Tage habe ich den Anzug dann aufgehängt und nicht benutzt und dann war alles fertig zum Tauchen.

Wichtig: Nach dem Zusammenfügen der Teile einen hohen
Anfangsdruck erzeugen.

Fertig! Die Reste der Schneiderkreide
waschen sich ganz leicht vom Stoff ab.

Die Tasche hat einen Klettverschluss, der sich unter Wasser prima öffnen und schließen lässt und zuverlässig ist. Rechts und links an er Taschenöffnung gibt es Metallösen (zumindest bei der DIR Zone Tasche), in die man sich prima Bungees einsetzen kann. So kann man den Inhalt der Tasche während des Tauchgangs perfekt zusätzlich sichern. Jetzt habe ich komfortablen und gut erreichbaren und sicheren Stauraum - der nächste Tauchurlaub kann kommen :-).

Donnerstag, 30. April 2015

GUE Experience Day - Teil 2

Ausrüstungscheck
(Bildquelle: GUE Experience Day)

Der erste Tauchgang begann mit einem ausführlichen Ausrüstungs-Check und einem genauem Briefing von Maren. Zusammen mit Maren und Michael, der uns bei den Übungen filmen sollte, sind wir in einer 4er-Gruppe abgetaucht und haben das gelernte ausprobiert. Dabei hat Maren immer erst alles vorgemacht und jeder von uns hat es dann einzeln nachgemacht. Das war gar nicht so leicht und wir mussten uns ziemlich konzentrieren bei einigen Übungen. Aber der Ehrgeiz war bei uns allen geweckt. Die vielen Flossenschlag-Übungen haben mir dann auch den ein oder anderen Wadenkrampf während des Tauchgangs beschert (da muss man dann durch ;-)). Nach dem Tauchgang gab es ein Video-Debriefing. Das war natürlich spitze, weil man hier bei den einzelnen Übungen ganz genau sehen konnte, was man verbessern kann. Es gab viele Tipps und für den zweiten Tauchgang haben wir dann bei einigen von uns auch die Tauchausrüstung nochmal optimiert. Ich hatte z.B. mit meinen eigenen Flossen, die relativ weich sind, doch große Probleme, den Backkick auch nur ansatzweise hin zu bekommen. Für den zweiten Tauchgang hat Maren mir Vollgummiflossen geliehen – und siehe da – es ging schon etwas besser. Insgesamt war der zweite Tauchgang für alle von uns deutlich besser nach dem ganzen Feedback zum ersten Tauchgang.

Unsere kleine Gruppe v.l.n.r.: Bianca, Maren, Doreen,
Sandra, Thomas
(Bildquelle: GUE Experience Day)

Insgesamt lag der Tag deutlich über meinen Erwartungen und ich habe mit gefreut, dass ich an diesem Tag so viel gelernt habe. Toll – und überhaupt nicht selbstverständlich – war auch, dass es uns ermöglicht wurde, auch mal das Tauchen mit Backplate, Wing und Doppelflasche auszuprobieren (wer es wollte und keine eigene Ausrüstung dieser Art dabei hatte). Auf jede unserer vielen Fragen haben wir kompetente Antworten bekommen. Wir alle waren total begeistert und hatten einen riesen Spaß an diesem Tag. Maren, Henning und Nico haben das wirklich super gemacht – mit viel Engagement, Geduld und Herzblut. Danke an Euch, falls Ihr das hier mal lesen solltet! :-)

Zum Schluss hat Doreen mit Maren noch
die Ausrüstung getauscht, um mal eine
Doppelflasche auszuprobieren
(Bildquelle: GUE Experience Day)

GUE Experience Day - Teil 1

Am letzten Wochenende hatten wir etwas ganz besonderes vor. Wir hatten uns Anfang Januar zusammen mit ein paar anderen Tauch-Kollegen aus Hannover auf Boot in Düsseldorf zwei Plätze beim GUE Experience Day reserviert. Und am letzten Wochenende hat er nun in Hemmoor stattgefunden. Wir 5 aus Hannover haben gleich ein ganzes Wochenende draus gemacht und uns ein Häuschen am Kreidesee gemietet, damit sich die lange Fahrt auch lohnt.

Maren und Henning: Einführung in die GUE-Welt

Inhalt des tagesfüllenden Schnupper-Tauchkurses am Samstag war es, die Grundlagen der Tauchorganisation GUE (Global Underwater Explorers) kennenzulernen und das Tauchen nach GUE-Art einfach mal auszuprobieren. In einem nahe gelegenen Gasthaus haben uns Maren Isigkeit, Henning Mey und Nico Gerdau von GUE den Vormittag über sehr anschaulich die Philosophie von GUE erklärt und uns auf die beiden Tauchgänge vorbereitet, die dann für den Nachmittag geplant waren. Inhalt der Theorie waren Trim (Bleiverteilung und Körperhaltung für eine perfekte waagerechte Wasserlage), Tarierung (Schweben im Wasser/neutrale Tarierung), Ausrüstung (dazu später mehr) und Flossenschlagtechniken (Frogkick, Flutterkick, Backkick und Helikopterkick). Alles ist dabei so ausgelegt, dass man möglichst effektiv und kraftsparend taucht und dabei möglichst keine Sedimente aufzuwirbeln.

Fortgeschrittene Ausbildungsstufen bei GUE beschäftigen sich mit dem technischen Tauchen und speziell auch mit dem Höhlentauchen. Und gerade hier ist Perfektion beim Tauchen besonders gefragt. In Höhlen ist oft wenig Platz und Bewegungsfreiheit und außerdem können hier aufgewirbelte Sedimente die Sicht und damit die Orientierung stark beeinträchtigen. Möglichst präzises Tauchen ist hier also ganz wichtig für die Sicherheit.

Thomas bereitet seine Ausrüstung vor

Doreen nutzt die Möglichkeit, Ausrüstung
zu testen und mit Wing und Backplate zu tauchen
Die Theorie war für uns alle sehr einleuchtend. Mittags war es dann soweit, dass wir alles unter Wasser nun auch unbedingt ausprobieren wollten und ziemlich neugierig waren. Wir insgesamt 12 Schnupper-Tauchschüler sind mit den 3 Tauchlehrern zum See rüber gefahren und haben unsere Ausrüstung vorbereitet.

Dienstag, 10. Februar 2015

Wintertauchen in Nordhausen



Mit einer kleinen Gruppe vom Tauchteam Wasserfest haben wir uns Ende Januar auf gemacht zu einem Tauch-Wochenende am Sundhäuser See. Das Tauchsportzentrum Nordhausen hat schöne kleine Appartements direkt an der Tauchbasis, in die wir uns eingemietet haben. Sehr praktisch ist der zu den Appartements gehörende Trockenraum, der beheizt ist. So mussten wir trotz Kälte und Schnee beim Umziehen und Anrödeln nicht frieren.

Am ersten Tag sind wir von Einstieg 3 aus getaucht und haben dort fast vergeblich nach Fischen gesucht. Durch das bedeckte Wetter war die Lichtausbeute im See relativ gering - da war eine Lampe sehr hilfreich. Die Sicht war mit etwa 5m relativ bescheiden und die Wassertemperatur lag am Grund (25m) wie auch direkt an der Oberfläche durchgehend bei 4 Grad. Das war dann schon recht frisch für mich in meinem Neopren-Trocki. Wenn ich mal groß bin, möchte ich gerne mal einen schönen Trilaminat-Trocki mit ordentlichem Unterzieher haben ;-).


Den Tauchgang am zweiten Tag durften wir bei schönstem Sonnenschein machen. Hier ging es von Einstieg 2 aus am Grund entlang bis zum relativ neu versenkten Segelboot Charlotte 4, das bei ca. 14m Tiefe liegt. Auf dem Rückweg am Ufer entlang gab es dann doch den ein oder anderen Barsch zu sehen und eine ganze Menge großer Krebse, von denen fast in jedem Loch oder in jeder Ritze jeweils einer saß.



Sonntag, 8. Februar 2015

Im Dive4life in Siegburg nach längerer Tauchpause


Meine letzte Tauchaktivität in 2014 war der Underwater Navigator Kurs im August. Ab September musste ich leider eine längere Tauchpause einlegen, da bei mir eine Schulter-OP anstand. Der Doc hat mir das Tauchen für einige Monate verboten. Es war hart, denn ich musste dadurch auch einen geplanten Tauch-Urlaub im Oman, bei dem es Aussicht auf Walhaie gab, stornieren, aber ich war geduldig... und im neuen Jahr war ich prompt am 2.1.2015 wieder im Wasser.

Als soften Start-Tauchgang habe ich mir das Dive4life in Siegburg ausgesucht, um zu schauen, wie es mit der Schulter läuft. Und es lief gut nach der langen Durststrecke! Endlich wieder tauchen! Wir haben im Januar dann gleich noch ein weiteres Tauch-Wochenende in Siegburg eingelegt und danach fühlte ich mich wieder richtig fit, um auch mal wieder outdoor zu tauchen und mein Equipment auch mal wieder ein Stück zu schleppen.






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