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Donnerstag, 30. Juli 2015

Ein neuer Trockentauchanzug - statt Neopren jetzt Trilaminat

Tolle Trockentauchanzug-Beratung mit Keith im
Taucher-Zentrum Planet Scuba in Hamburg

Mein aktueller Trockentauchanzug, der auch mein erster ist, ist ein Neopren-Trockentauchanzug. Dieser war für den Start gut für mich und hat mir treue Dienste geleistet. Jetzt habe ich mich aber umorientiert, weil er erstens nicht mehr so optimal passt ;-) und ich zweitens inzwischen auch sehr gern im Winter mal tauchen gehe. Deshalb habe ich mich jetzt dazu entschieden, mir einen neuen Trocki aus Trilaminat zuzulegen. Trilaminat isoliert zwar weniger gut als Neopren, man hat aber durch die größere Bewegungsfreiheit im Anzug mehr Möglichkeiten, sich mit unterschiedlich warmen Unterziehern besser auf verschiedenste Temperaturen einzustellen. Darüber hinaus nimmt die Isolierfähigkeit von Neopren mit zunehmender Tiefe ab, da das Material komprimiert wird, je tiefer man taucht. Trilaminat dagegen wird nicht komprimiert. Wenn man da weiter einsteigt, geht es z.B. auch um die Veränderung des Bleibedarfs mit der Tiefe, die sich bei Neopren ergibt, bei Trilaminat aber nicht. Ich habe mich für Trilaminat entschieden, um mehr Tauchkomfort, mehr Flexibilität und kuschelige Wärme auch in kälterer Umgebung zu haben - z.B. beim Wintertauchen in deutschen Seen oder wenn es auch mal ein etwas tieferer Tauchgang werden soll mit Wassertemperaturen um die 4 Grad.

Nach einigen Internetrecherchen und Empfehlungen von anderen Tauchkollegen habe ich mich für einen Santi E.Motion entschieden. Dieser hat zwar seinen Preis, scheint mir aber auch gut verarbeitet, langlebig und robust zu sein.

Alles wird vermessen

Im letzten Monat habe ich meinen Trocki-Kauf dann in die Tat umgesetzt. Ich habe 3 Stunden im Taucher-Zentrum Planet Scuba in Hamburg verbracht, um am Ende total happy mit der Bestellung eines maßgeschneiderten Trockis in der Hand den Tauchshop wieder zu verlassen. Ich hatte die Möglichkeit, eine Standard-Größe zu nehmen mit ein paar wenigen Anpassungen oder einen Anzug komplett maßgeschneidert zu bestellen. Da bei den Standard-Größen immer zu viel nicht perfekt war, war die Entscheidung schnell getroffen und Keith (vielen Dank für die super Beratung und Geduld!) hat mich für meinen neuen maßgeschneiderten Anzug komplett vermessen.

Drei Stunden hat es gedauert, bis
wir den perfekten Maß-Tauchanzug inkl.
Unterzieher für mich zusammengestellt haben

Anschließend gab es noch einige Entscheidungen mehr zu treffen, wie z.B. die Form und das Material der Hals- und Armmanschetten (Latex oder Silikon), die Schuhe, die fest am Anzug angebracht werden, der Reißverschluss (Metall oder Kunststoff), die Farbe des Anzugs (ich habe mir Schwarz mit Blau ausgesucht), die Art der Ventile, die Kopfhaubenstärke, Namenschild oder nicht, Art und Isolierungsgrad des Unterziehers und noch einiges mehr.

Die Armmanschetten müssen optimal passen, damit ich
in meinem Trocki auch trocken bleibe ;-)

Jetzt heißt es für mich allerdings, Geduld zu haben, denn so eine Maßanfertigung dauert schon mal 8-10 Wochen. Aber zum Herbst sollte das dann passen. I'm so excited!

Samstag, 16. Mai 2015

Praktisch für mehr Stauraum beim Tauchen: Beintasche auf den Neopren-Anzug kleben

Beintasche nachträglich auf den
Neoprenanzug kleben

Ich habe beim Tauchen immer ein bisschen mehr Stauraum vermisst - z.B. für die Boje im Urlaub. Die Taschen an meinem Jacket bieten nicht viel Platz und sind dazu noch so unglücklich angebracht, dass ich sie unter Wasser kaum selbst bedienen kann. Also habe ich mir eine Beintasche und Neopren-Kleber gekauft und mir die Beintasche auf meinen Nasstauchanzug geklebt.

Das habe ich mir dafür zurecht gelegt:

  • Meinen Tauchanzug
  • Eine Beintasche (z.B. von DIR Zone)
  • Neoprenkleber (z.B. Helastopakt Wasserstoffkleber transparent, Dose 300g)
  • Einen dicken Pinsel
  • Einen Schneiderstift/Schneiderkreide zum Anzeichnen auf dem Stoff (Reste davon lassen sich leicht vom Stoff waschen)

Den Umriss der Tasche auf dem Anzug mit
Schneiderkreide anzeichnen

Die Fläche auf dem Neoprenanzug 3 x sorgfältig bis zum
Rand mit Neoprenkleber einstreichen

Die Rückseite der Tasche ebenfalls 3 x einstreichen

So habe ich es gemacht:

  • Ich habe den Neopren-Anzug angezogen und die Tasche seitlich so an meinen Oberschenkel gehalten, dass sie komfortabel sitzt und bei verschiedensten Bewegungen nicht stört - also nicht zu hoch und nicht zu niedrig sitzt.
  • Mit der Schneiderkreide habe ich dann die Kontur der Tasche auf dem Bein angezeichnet. Eine helfende Hand ist hierbei hilfreich.
  • Nach dem Ausziehen des Anzugs und Ausbreiten auf dem Boden habe ich gesehen, dass der angezeichnete Bereich nun etwas schmaler war als die Tasche, da sich der Anzug im angezogenen Zustand natürlich etwas gedehnt hat. Also habe ich ein Küchen-Schneidebrett genommen und es in das Bein gesteckt, so dass die Breite nun wieder mit der Tasche überein stimmte.
  • Die Fläche auf dem Anzug habe ich nun 3 x hintereinander mit einem dicken Pinsel sorgfältig bis zum Rand eingestrichen. Beim ersten Anstrich zieht der Klebstoff schnell in den Stoff ein - bei den weiteren bleibt dann eine Klebeschicht auf dem Stoff.
  • Danach habe ich die Rückseite der Tasche ebenfalls 3 x hintereinander mit dem Neoprenkleber eingestrichen - sorgfältig bis an den Rand. Vom Klebstoff habe ich ca. 150 - 200g für eine Tasche verbraucht.
  • Dann habe ich beide Teile noch einige Zeit antrocknen lassen. Die Flächen waren fertig zum Verkleben, als ich mit dem Finger darauf fassen konnte und der Klebstoff sich nur noch etwas klebrig anfühlte, aber keine Fäden mehr gezogen hat. Hier am besten die Tipps von Klebstoff-Hersteller beachten.
  • Nun habe ich die Tasche vorsichtig auf den Anzug gelegt und den kompletten Bereich sehr fest angedrückt (ein hoher Druck zu Anfang ist hierbei sehr wichtig!). Zusätzlich habe ich einen schweren Bildband auf die Tasche gelegt, ordentlich Blei darauf verteilt und das Ganze dann nochmal 1 Stunde so liegen lassen.
  • Ein paar Tage habe ich den Anzug dann aufgehängt und nicht benutzt und dann war alles fertig zum Tauchen.

Wichtig: Nach dem Zusammenfügen der Teile einen hohen
Anfangsdruck erzeugen.

Fertig! Die Reste der Schneiderkreide
waschen sich ganz leicht vom Stoff ab.

Die Tasche hat einen Klettverschluss, der sich unter Wasser prima öffnen und schließen lässt und zuverlässig ist. Rechts und links an er Taschenöffnung gibt es Metallösen (zumindest bei der DIR Zone Tasche), in die man sich prima Bungees einsetzen kann. So kann man den Inhalt der Tasche während des Tauchgangs perfekt zusätzlich sichern. Jetzt habe ich komfortablen und gut erreichbaren und sicheren Stauraum - der nächste Tauchurlaub kann kommen :-).

Mittwoch, 12. November 2014

Tipp für Tauchausflüge: praktischer Pavillon für jedes Wetter

Unter Wasser stört Regen und Wind ja nicht weiter, aber wenn man am Tauchplatz trocken in seinen Trocki kommen möchte, dann hilft hier ein praktischer kleiner Pavillon. Für unsere Tauchausflüge haben wir uns den Pavillon "Addison" von der Firma 10T zugelegt. Er besteht aus einer stabilen Plane sowie einem flexiblen Alu-Gestänge, Heringen und Spannseilen und -gurten. Zusammengelegt und in der mitgelieferten Tasche verpackt ist er sehr klein und es ist im noch so voll gepackten Tauch-Auto immer noch Platz dafür.

Einfacher Aufbau des Pavillons

Perfekt gegen Regen, Wind und Sonne am Tauchplatz

Der Pavillon ist an drei Seiten offen und zu zweit gut aufzubauen - allein wird es aber wohl nicht funktionieren. Die Grundfläche ist ca. 2,5 m x 3,0 m und durch die gute Höhe von knapp 2,0 m kann man gut darunter stehen. Zu zweit kann man sich prima mit seinem ganzen Tauchgerödel darunter ausbreiten. Es würde aber auch ein Campingtisch mit 4 Stühlen gut darunter passen.

Genügend Platz für das Tauchequipment

Pause im Trockenen

Der Pavillon hat unseren Hemmoor-Test bei Wind und Regen bestanden. Das Material ist schön stabil und ein toller Regenschutz - sicherlich im Sommer auch super als Sonnenschutz einsetzbar. Hätten wir an diesem Tag mehrere dabei gehabt, hätte wir auch gut einige davon verkaufen können. Nachfragen gab es an diesem Tag genug ;-).

Sonntag, 13. Juli 2014

Checkliste: Erste Hilfe Set und Reiseapotheke für Taucher

Hier für Euch eine Checkliste zum Thema Erste Hilfe und Reiseapotheke für Taucher. Sie enthält alles, was ich mir so rund um Tauchausflüge bzw. Tauchreisen zusammengestellt habe.

Erste Hilfe Set und Reiseapotheke für Taucher

Tatonka First Aid Compact Set - Inhalt:
  • 1 x SAN Wundkompresse 10 x 10 cm, nichthaftend
  • 2 x Wundverbände 10 x 6 cm, steril
  • 1 x Verbandpäckchen groß, Kompresse nichthaftend
  • 1 x Hansaplast Wundpflaster 20 x 6 cm
  • 1 x Leukoplast® Rollenpflaster 5 m x 1,25 cm
  • 1 x Verbandsschere gerade, spitz/stumpf
  • 1 x Splitterpinzette 9 cm
  • 2 Paar Vinyl-Handschuhe
  • 1 x Dreiecktuch (Viskose)
  • 1 x Rettungsdecke 160 x 210 cm
  • 1 x Erste-Hilfe-Outdoor-Spickzettel
  • 1 x Checkliste
  • 10 x Alkoholtupfer

Sinnvolle Ergänzungen zum oben genannten Erste Hilfe Kit:
  • Taschenmaske (besonders auch für die Beatmung im Wasser/am besten in die Jacket-Tasche packen)
  • Pflaster wasserfest in versch. Größen
  • Klammerpflaster
  • Einmal-Kühlpacks
  • Beatmungstücher
  • Handdesinfektionsmittel
  • Inhaltsliste des Erste Hilfe Set (sinnvoll zur späteren Wiederbefüllung)

Medikamente für die Reiseapotheke:
  • Otalgan Ohrentropfen od. Orthan (zur Vorbeugung vor dem Tauchen)
  • Panotile Cipro Ohrentropfen (Antibiotikum)
  • Bepanthen Wundsalbe antiseptisch
  • Wunddesinfektionsspray
  • Bepanthen Schaumspray gegen Verbrennungen
  • Paracetamol (gegen Schmerzen)
  • Imodium Akut (gegen Durchfall)
  • Hydrocort Creme (leichte Cortisonsalbe gegen Hautirritationen)
  • Antiallergikum
  • Mittel gegen Insektenstiche

Hinweis: Jeder sollte bei der Zusammenstellung einer eigenen Reiseapotheke natürlich für sich selbst einschätzen, ob die Medikamente für ihn verträglich und sinnvoll sind.

Je nach Tauchziel ergänzend:
  • Super Pep (oder anderes Mittel gegen Seekrankheit)
  • Sonnencreme
  • Autan oder lokal sinnvoller Insektenschutz
  • Flasche Essig (bei Vernesselungen, z.B. durch Quallen)
  • Große Einwegspritze (für das Spülen mit Essig)
  • Einmalrasierer (Befreiung behaarter Haut von Nesselfäden)

Sonst noch hilfreich beim Tauchen:
  • Flasche Wasser (gegen Dehydrierung, zum Spülen, Kopf abkühlen oder zur Medikamenteneinnahme)
  • Notfallplan (für jeweiligen See)
  • Notfall-Telefonnummern

Erste Hilfe Set und Reiseapotheke für Taucher

Schon seit längerer Zeit spiele ich mit dem Gedanken, mir mal ein Erste Hilfe Kit speziell fürs Tauchen zusammen zu stellen und jetzt habe ich das in die Tat umgesetzt. Besonders wichtig finde ich so etwas, wenn das Tauchgebiet mal etwas weiter abgelegen ist.

Tatonka First Aid Compact Kit

Im Internet habe ich mich schlau gemacht, was für vorgefertigte Erste Hilfe Sets es gibt, die ich dann entsprechend aufstocken kann. Ich habe mich für das "Tatonka First Aid Compact" entschieden. Darin ist eine Menge Material für 2 Personen enthalten: z.B. Kompressen, Verbände, Pflaster, Einweg-Handschuhe und sogar ein Dreiecktuch und eine Rettungsdecke. Mit hat gut gefallen, dass die Materialien, wie z.B. Schere und Pinzette (aus Metall) hochwertig sind und die Tasche viele ausklappbare Fächer hat und somit übersichtlich ist. Schön ist auch, dass ein kleiner Erste Hilfe Guide dabei ist und eine Inhaltsliste für späteres Wiederauffüllen.

Umfangreicher und hochwertiger Inhalt im
Tatonka First Aid Compact Set

Als Ergänzung zu diesem Set habe ich noch eine Taschenmaske zum Beatmen besorgt, wasserabweisende Pflaster, Klammerpflaster, ein Einmal-Kühlpack, Beatmungstücher und Handdesinfektionsmittel.

Sinnvolle Ergänzungen für das Erste Hilfe Kit
für Taucher

Zusätzlich zum Erste Hilfe Set habe ich die Medikamente meiner Reiseapotheke aufgestockt. Sie enthält jetzt z.B. Ohrentropfen, Wunddesinfektion, Mittel gegen Sonnenbrand bzw. Verbrennungen, Paracetamol, Durchfall-Mittel, eine Cortison-Salbe, ein Antiallergikum und etwas gegen Mückenstiche. Hinweis: Jeder sollte bei der Zusammenstellung einer eigenen Reiseapotheke natürlich für sich selbst einschätzen, ob die Medikamente für ihn verträglich und sinnvoll sind.

Medikamente für die Reiseapotheke

Es gibt aber noch einige Dinge mehr, die man - je nach Tauchziel - auf eine Tauchtour mitnehmen könnte. Wenn man auf ein Tauchsafari-Schiff geht, braucht man vielleicht etwas gegen Seekrankheit. Oder wenn man es mit Vernesselungen z.B. durch Quallen zu tun bekommt, ist eine Flasche Essig, eine große Einwegspritze zum Spülen und evtl. auch ein Einwegrasierer hilfreich.

Eine einfache Flasche Wasser gehört für mich auch immer mit ins Tauchgepäck - nicht nur gegen Dehydrierung, sondern auch zum Spülen der Ohren nach dem Tauchen, zur möglichen Einnahme von Medikamenten oder auch zur Kühlung des Kopfes.

Und nicht zuletzt ist es immer gut, alle für das Tauchgebiet wichtigen Notfall-Telefonnummern und einen Notfall-Plan dabei zu haben. Die ganze Erste Hilfe Ausrüstung macht natürlich nur Sinn, wenn man auch weiß, wie man damit umgehen muss. Deshalb finde ich es wichtig, einen Erste Hilfe Kurs zu machen und diesen auch regelmäßig aufzufrischen.

Gleich gibt es nochmal eine übersichtliche Checkliste mit allen Dingen, die nun in meinem Gesamtpaket sind. Natürlich wünscht man sich immer, dass man es nie brauchen wird.

Samstag, 12. Juli 2014

Ohrenpflege für Taucher zur Vorbeugung von Ohrenschmerzen


1,5 Jahre bin ich als Taucher ohne Ohrenentzündung davon gekommen und nun bin ich gleich zweimal hintereinander in den „Genuss“ gekommen. Das ist äußerst unerfreulich und dazu ziemlich schmerzhaft. Und ich mag es gar nicht, wenn mich so etwas vom Tauchen abhält ;o). So eine Außenohrentzündung (Otitis externa) kommt bei Tauchern und Schwimmern des Öfteren vor und sie betrifft den Bereich zwischen Trommelfell und Außenohr.

Die Symptome können Schmerzen und Juckreiz und ggf. auch Schwellungen und Druckempfindlichkeit des Bereichs um das Ohr herum sein. Oft hört man durch die Schwellung dann auch schlecht. Ausgelöst wird so eine Entzündung z.B. durch Bakterien, die in die aufgeweichte oder z.B. durch Ohrenstäbchen verletzte Gehörgangshaut eindringen.

Mein Arzt hat mir zur Behandlung Antibiotikum-haltige Ohrentropfen verschrieben (Panotile Cipro, verschreibungspflichtig), die dann nach ein paar Tagen Wirkung zeigen. Ich habe mir für mich jetzt folgende Vorsorge-Maßnahmen für alle meine weiteren Tauchgänge (im Meer, im See und indoor) vorgenommen, denn Ohrenentzündungen brauche ich nicht nochmal:

  • Ab sofort keine Ohrenstäbchen mehr benutzen
  • Vor jedem Tauchgang in jedes Ohr einen Tropfen Otalgan (apothekenpflichtig, aber rezeptfrei) oder als Alternative ein Ohrenpflegemittel (z.B. Öl oder Orthan)
  • Die Ohren nach jedem Tauchgang mit Trinkwasser spülen (Wichtig: Trinkwasser - am besten ein Flasche stilles Wasser verwenden! Leitungswasser kann auch mit Bakterien versetzt sein, z.B. wenn es aus dem Tank eines Tauchsafari-Schiffs kommt)
  • Ohren danach gut mit dem Handtuch trocknen und ggf. sogar vorsichtig fönen
  • Ohren vor Wind schützen, wenn sie nass sind

In meine Tauch-Reiseapotheke werde ich mir Otalgan (zur Vorbeugung) und Panotile (wenn es zur Ohrenentzündung gekommen ist) also fest mit aufnehmen. Nichts stelle ich mir schlimmer vor, als während einer Tauchsafari auf dem Schiff fest zu sitzen und nichts machen zu können.

Hinweis: die beiden genannten Medikamente sind in meinem Fall angebracht - das wird aber bei jedem individuell anders sein. Am besten den Arzt fragen!

Also: passt auf Euch auf und bleibt gesund!

Dienstag, 10. Juni 2014

Komfort am Tauchplatz


Wenn wir uns zu einer gemütlichen Tauch-Tagestour an einen See auf machen, haben wir nicht nur unser Tauch-Equipment dabei. Mit der Zeit haben wir unser Gepäck durch ein paar sehr nützliche Dinge ergänzt, die einen Tauchtag noch ein bisschen komfortabler machen.

Kunststoff-Matte
Die Matte besteht aus einem stabilen Kunststoff-Gewebe, das von einem aufgeschäumten Material umgeben ist. Sie hat für uns viele Vorteile:
  • Sie eignet sich perfekt, um sein Tauchequipment vorzubereiten oder zwischen den Tauchgängen zu lagern, ohne dass Sand oder Schmutz dran kommt.
  • Sie ist wasserabweisend und saugt kein Wasser auf. So hat man keine Wasserlache im Kofferraum, wenn man sie zuhause auspackt.
  • Das gitterartige umschäumte Gewebe hat viele kleine Löcher, durch die das Wasser durch die Matte abfließt. So ist die Oberfläche immer sehr schnell wieder trocken.
  • Das Material ist sehr hygienisch.

Die Matten gibt es in jedem Baumarkt als Meterware in der Bodenbelag-Abteilung (unsere haben wir für ca. 20 EUR bei Toom gekauft/Marke friedola) oder auch bei Amazon. Es gibt sie mit vielen netten Motiven bedruckt.


Tauchkisten
Auf unsere geliebten Tauchkisten können wir gar nicht mehr verzichten. Sie sind sehr stabil, leicht zu transportieren, bieten Platz für die gesamte Ausrüstung, das nasse Tauchequipment macht nicht den ganzen Kofferraum nass und man kann bequem drauf sitzen. Hier habe ich schon einmal umfangreicher darüber berichtet.
Thomas hat uns unsere Tauchkisten aber inzwischen "aufgemotzt". Mit der Bohrmaschine und einigen Gummi-Schnüren (bungee straps) hat er uns die Innenseite des Deckels nun so hergerichtet, dass wir Kleinkram perfekt verstauen können.


Bügel
An vielen Tauchplätzen gib es Gestelle für das Aufhängen der nassen Anzüge. Wenn man sich seinen Anzug-Bügel mitnimmt, hat man eine gute Chance, nach der Oberflächenpause nicht in einen nasskalten Anzug steigen zu müssen.

Kühlbox
Ein Kühlbox hält Getränke und Grillfleisch perfekt kalt und kann auch gut als Tisch genutzt werden. An kälteren Tagen bringt man sich zum gekühlten Grillfleisch dann vielleicht doch besser auch noch eine Thermoskanne mit heißem Tee mit.


Klappstuhl
Ein bequemer und im Auto platzsparend zusammenlegbarer Klappstuhl ist für uns ein Muss bei einem Tagesausflug. Es gibt nichts schöneres, als es sich nach einem tollen Tauchgang gemütlich zu machen, sich zurück zu lehnen, ein kaltes Getränk aus der Kühltasche zu holen, die Füße auf die Tauchkiste zu legen und in der Sonne zu relaxen...

Zusammenlegbarer Tisch
Unsere neuste Ergänzung zum unserem Tauch-Komfort-Paket ist ein praktischer kleiner zusammenfaltbarer Alu-Tisch. Er ist sehr leicht, recht einfach und sicher nicht für Höchstbelastungen ausgelegt, aber für unsere Zwecke reicht er völlig aus.



Samstag, 14. September 2013

Ich liebe meinen Trocki!


Nachdem ich den AOWD gemacht hatte, war mir klar, dass ich kein reiner Urlaubs-Taucher werden würde, sondern auch Spaß daran habe, in Deutschland zu tauchen. Also musste nun etwas Wärmeres her. Mit einem Halbtrocken-Anzug konnte ich mich nicht so recht anfreunden, weil dieser doch sehr eng sitzen muss, damit er warm ist. Und man wird ja eben doch nass und muss sich ständig umklatern – bei Wind und Wetter.

Trockentauchen dagegen ist ganz komfortabel – auch zwischen den Tauchgängen. Ich als Mädel muss eigentlich nach jedem Tauchgang – und mit einem Trocki ist man da auf jeden Fall schneller ;o). Ich bin auch so ein Kandidat, der öfters mal mit Blasenentzündungen zu kämpfen hat. Und so ein Trocki beugt da gut vor, weil man eben gar nicht so kalt wird.

Nach ein bisschen Internetrecherche und mit Hilfe von Stefan aus dem Shop vom Tauchteam Wasserfest habe ich mir den Trocken-Tauchanzug Scubapro Everdry4 zugelegt. Ich konnte ihn inzwischen auch schon des Öfteren testen und bin begeistert. Mit gefällt, dass er nicht so weit ist wie manch andere Trockis – insbesondere Trilaminat-Anzüge. Er kommt mit wenig Luft aus, so dass man gar nicht so viel Blei braucht, und ist super-bequem. Ich war erstaunt, wie toll die Bewegungsfreiheit ist – auch an den Armen. Der große Reißverschluss auf der Rückseite stört überhaupt nicht.



Zum Wärmen habe ich einen Plüschi-Overall von Scubapro, aber am liebsten tauche ich doch mit langärmliger Ski-Unterwäsche (von Brubeck) und Ski-Socken darunter. Je nach Wassertemperatur kann man die Ski-Unterwäsche auch gut mal 2-lagig anziehen. Die 5 Grad neulich im Sundhäuser See konnten der Kombination nichts anhaben.

Dadurch, dass an dem Everdry schon dicke Neoprensocken angenäht sind, kommt man mit seiner üblichen Füssling- und Flossengröße allerdings nicht mehr hin. Leider ist so auch jeweils ein zweites Paar fällig. Bei mir sind es sogar 2 Größen mehr, die ich da jetzt brauche.

Also, meinen Trocki geb ich nicht mehr her! Ich liebe ihn! Ich werde in Deutschland gar nicht mehr anders tauchen – außer vielleicht beim Indoor-Tauchen in Siegburg ;o). OK – bei 30 Grad Sommerwetter in Deutschland muss man natürlich sehen, dass man schnell ins Wasser kommt, aber in einem 7mm ist das doch auch nicht anders, oder?

Donnerstag, 28. Februar 2013

Die Dekoboje – Drachen steigen lassen unter Wasser


Unseren Ausflug nach Siegburg haben wir genutzt, um mal ein bisschen mit der Dekoboje zu üben. In vielen Urlaubs-Tauchgebieten ist das ja Pflicht, wenn man im Meer vom Boot aus taucht. Und schließlich wollen wir ja auch irgend wann mal ins Meer ;o).

Das mit der Boje klingt eigentlich ganz einfach, aber das ist es gar nicht und erfordert einige Übung. Mein Problem am Wochenende war, dass ich mich meist so sehr auf die Boje konzentriert habe, dass ich beim hantieren gar nicht gemerkt habe, wie schnell ich von den 5 Metern aus plötzlich nach oben ab gegangen bin. Erst mein Computer hat mich mit wildem Piepsen erinnert, dass ich viel zu schnell aufsteige.



Nachdem ich die Boje aus meiner Jacket-Tasche gefummelt und auseinander gefaltet hatte, habe ich meinen Oktopus genommen, um die Boje mit Luft zu füllen. Gleichzeitig habe ich versucht, das Reel nicht fallen zu lassen und mit einer halben Hand auch noch meine UW-Kamera festzuhalten, die ich auch noch dabei hatte. Zuerst ist die meiste Luft an der Boje vorbei gegangen. Dann musste ich die Boje im richtigen Moment loslassen, um eben nicht mit hoch gezogen zu werden. Und natürlich dem Reel freien Lauf lassen, um mir keine heißen Finger zu holen. Da ist ganz schön Zug dahinter. Thomas ist da etwas begabter als ich.



Von einem alten Tauchhasen habe ich zwischendurch den Tipp bekommen, vorher ein bisschen negative Tarierung herzustellen, um nicht gleich wieder nach oben zu steigen. Und nach ein paar Wiederholungen war ich dann auch zufrieden mit mir.

 
 

Dienstag, 26. Februar 2013

Ich liebe meine Tauchkiste!



Thomas hat für uns die perfekten Transport- und Aufbewahrungsboxen für unsere Tauchausrüstung gefunden. Und zwar nicht im Tauchshop, sondern im Baumarkt: die Stanley Fatmax Werkzeugbox. Sie ist aus robustem Kunststoff, dicht und spritzwassergeschützt verschließbar, hat einen ausziehbaren Griff und große stabile Rollen. Sie ist abschließbar und lässt sich, wenn man sich noch ein Fahrradschloss dazu besorgt, perfekt am Tauchplatz anschließen. Und mit ein paar bunten Fischchen beklebt sieht sie noch mal so schön aus ;o).


Die Außenmaße der Box liegen bei ca. B x H x T 88 x 41 x 51 cm und sie passt damit gut in unseren Kofferraum. Wenn man die Werkzeugeinsätze raus nimmt, ist Platz für meine komplette Tauchausrüstung (ohne Pressluftflasche) und zusätzliche andere Dinge wie z.B. Badetücher etc.. Die sehr stabile Tauchbox lässt sich zwischen den Tauchgängen auch prima als Tisch oder Sitzgelegenheit nutzen – perfekt zum Anziehen der Tauchausrüstung. Ich finde sie ziemlich komfortabel. Wir haben bei diversen Tauchausflügen sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Und nach dem Tauchen wird einem auf der Heimfahrt nicht der ganze Kofferraum nass. Also wirklich eine tolle Entdeckung – kann ich jedem nur empfehlen. Einfach mal im Baumarkt anschauen. Wir haben 109 EUR pro Box bezahlt.


Freitag, 19. Oktober 2012

Knuffige Mini-Flossen

Thomas hat mir diese süße Miniatur von meinen Flossen geschenkt :-). Ist die nicht knuffig?

Freitag, 12. Oktober 2012

Was mache ich mit meinem nassen Tauchzeugs zuhause oder „Thomas‘ Bastelstunde“

Je mehr Ausrüstung man hat, umso mehr hat man das Problem, seine Ausrüstung nach dem Tauchen auch wieder richtig trocken zu kriegen. Ein normaler Wäscheständer tut’s da nicht, weil man beispielsweise das Neopren nicht so stark knicken sollte.



Da ist bei Thomas der MacGyver durchgekommen. Aus einem Ikea Rigga Garderobenständer (unter 15 EUR) und einer einfachen großen Aufbewahrungsbox – ebenfalls von Ikea – hat er einen perfekten Tauchausrüstungs-Schnelltrocken-Abtropf-Kleiderständer für schmales Geld gebaut. Und das funktioniert 1A! Es trägt die doch recht schweren nassen Tauch-Sachen und sie hängen so luftig, dass sie tatsächlich am nächsten Tag schon völlig trocken sind. Und es gibt keine Wasserlachen auf dem Teppich.

Fischchen-Stempel

Hier ist mein kleiner Stempel mit selbstgemaltem Fischchen. Wer also mit mir taucht, der bekommt jetzt so einen Fischchen-Stempel in sein Logbuch :-).

Das Logbuch - Lebenslauf eines Tauchers

Jeder Taucher führt ein Logbuch. Darin sammelt er alle Qualifikationen, die er in Tauchkursen erhält, dokumentiert seine Tauchgeschichte und sammelt Infos über Tauchplätze sowie Erinnerungen an seine Tauch-Erfahrungen und Mit-Taucher. Nach jedem Tauchgang trägt man ein

  • Wo man getaucht ist
  • An welchem Tag
  • Auf welcher Höhe sich das Gewässer befunden hat
  • Wie die Außen- und Wassertemperatur war
  • Wie die Sichtverhältnisse unter Wasser waren
  • Wie lange und wie Tief man getaucht ist
  • Und was man sich noch für Details zu seinem Tauchgang notieren möchte, an die man sich später erinnern möchte, wie z. B. welche Fische man gesehen hat, mit wem man getaucht ist oder ob es besondere Erlebnisse gab

Wenn man beispielsweise im Urlaub Tauchen möchte, können sich die Tauchbasen vor Ort ein Bild machen, welche Erfahrungen man schon hat, wie oft man getaucht ist und an welchen Plätzen. Natürlich muss man auch seine Brevets (= Tauchscheine) vorweisen.


Ich persönlich finde es schön, ein Logbuch zu führen und hoffe, dass ich es auch bald mit vielen tollen Taucherlebnissen füllen kann. Meine ersten beiden Eintragungen habe ich jetzt ja schon bei den beiden Freiwasser-Tauchgängen im Salzgittersee gemacht. Ein Logbuch-Eintrag wird immer von einem Tauchlehrer, der Tauchbasis oder auch von dem Buddy (= Tauch-Partner) bestätigt, mit dem man getaucht ist. Unter meinem allerersten Eintrag haben sich Marie, Markus und Jens verewigt. Viele Taucher haben einen Stempel, mit dem sie sich im Logbuch verewigen. Als ich den von Jens gesehen habe war klar... ich brauche auch so einen! Und was ich auch unbedingt haben musste war so eine schicke Logbuch-Tasche. Mir gefällt der "Tauch-Schnickschnack" von IQ mit diesem witzigen Fisch so gut - Thomas auch. Die linke ist die von Thomas und rechts ist meine :-).


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