Mit
ca. 20 Leuten aus dem Tauchteam WasserFest in Hannover haben wir am 7. Juli
2013 einen Ausflug zu den Steinbruchseen in Löbejün unternommen. Dort gibt es
insgesamt drei Seen zu betauchen. Die kleine Tauchbasis liegt direkt an Kessel
1 und hat den besten Zugang. Deshalb waren an diesem Tag dort auch die meisten
Taucher unterwegs. Und das waren wirklich viele, denn die Facebook-Gruppe „Tauchen
in Deutschland“ war an diesem Wochenende mit gefühlt über 100 Leuten dort – und
neben uns auch noch eine weitere größere Gruppe. Der Einstieg erfolgt über
einen kleinen Ponton und der Ausstieg über einen Mini-Strand. Am Einstieg
musste man an diesem Tag zweitweise anstehen, um ins Wasser zu kommen.
Die
kleine Tauchbasis ist für so einen Andrang eindeutig nicht ausgelegt. Allein
die Flaschenfüllungen haben teilweise mehrere Stunden gedauert (es gibt dort
keine Speicherflaschen – die Pressluftflaschen werden direkt aus dem Kompressor
gefüllt), so dass viele gar nicht so viele Tauchgänge machen konnten wie sie
gern gemacht hätten. Und besonders als Mädel war ich auch nicht begeistert,
dass es dort für alle Taucher nur ein einziges Dixiklo gab.
In Kessel 1 gibt es
wenig Fisch und kaum Pflanzen unter Wasser. Aber es gibt eine ganze Menge an
Gegenständen aus der Abbauzeit zu sehen – umgeben von senkrecht abfallenden Steilwänden.
Um
in Kessel 2 und 3 tauchen zu können, muss man von der Tauchbasis aus am besten ein
kleines Stück mit dem Auto fahren oder einen längeren Fußmarsch bergauf in Kauf
nehmen. Ich selbst bin dort nicht getaucht, habe sie mir aber mal von oben
angesehen. Sie sehen sehr idyllisch aus – und auch die Wasserfarbe schimmert
toll blau. Aber sie sind schwieriger zugänglich. Besonders Kessel 2: hier
bringt man sich am besten ein Seil mit, mit dem man sich über einen schmalen,
sehr steilen und unbefestigten Weg dann zum See runter hangelt. Runter geht es
vermutlich noch ganz gut, aber mit dem ganzen Tauch-Geraffel wieder rauf zu
kommen habe ich mir nicht zugetraut. Entsprechend wenig Taucher sieht man in
diesem See.
Kessel 2:
Der Kessel 3 hat am Einstieg eine große Steinplattform. Diese sieht
für den Einstieg ganz komfortabel aus.
Kessel 3:
Insgesamt war es ein ganz netter Ausflug
und die Umgebung der Seen sieht mit den verschiedenfarbigen Felswänden und dem
blau schimmernden Wasser von oben sehr schön aus. Aber ich persönlich werde
wohl kein großer Fan von Löbejün, weil ich es unter Wasser etwas karg und
leblos fand und auch die Tauchbasisbedingungen für mich nicht gestimmt haben.
Sicherlich sind die Bedingungen aber besser, wenn dort nicht so viel Andrang
ist.
Im
Juni haben wir ein sehr schönes Tauch-Wochenende in den Steinbruchseen Pretzien
bei Gommern verbracht. Die starken Überschwemmungen der letzten Wochen haben
noch ihre Spuren hinterlassen, aber die Sichtweiten waren inzwischen wieder
recht gut. Zu den Seen, die die Tauchbasis Wassermann (sehr freundliches
Personal) betreibt, gehören die drei Seen Steinbruchsee, Tiefer See und Blauer
See. Das Interessante ist hier, dass der Wasserspiegel so hoch liegt, dass die
drei Seen ineinander laufen, so dass man die Übergänge durchtauchen kann. Unter
Wasser gibt es eine Menge Steilwände zu sehen, Gegenstände aus der Abbauzeit,
eine Werkbank, Schilder und besonders schön finde ich den Unterwasserwald, der
ziemlich bizarr und gespenstisch aussieht an manchen Stellen.











Fisch gibt es
hier kaum, da das Wasser recht sauer ist. Hin und wieder wird von der
Tauchbasis Fisch eingesetzt. Die ganze Umgebung ist sehr schön und schon fast
romantisch – mitten im Wald. Die Tauchbasis ist etwas höher gelegen – man
steigt über eine kurze Treppe problemlos runter zum See. Von oben leuchtet das Wasser
in der Sonne toll blau und türkis durch die Bäume hindurch.
Noch ein Anfahrtstipp:
Wir haben vor Ort um Pretzien herum über 1 Stunde gebraucht, bis wir die
richtige Zufahrt gefunden haben. Damit Ihr diese Zeit dann besser mit Tauchen
verbringen könnt, habe ich hier eine kleine Anfahrtskizze zusammen gebastelt.
Do 18.4.2013
Insel: Aruba/Karibik
Ort: Oranjestad
Dive Spots: Wrack Pedernalis + Wrack Antilla
Tauchbasis: red sail sports
2 Bootstauchgänge
Nachdem
wir auf St. Thomas Blut geleckt hatten, was Wracks angeht, haben wir uns jetzt
besonders auf die beiden Tauchgänge auf Aruba gefreut – zwei Wrack-Tauchgänge.
Beide Wracks sind mit bunten Korallen bewachsen und in und um die Wracks herum
wimmelt es nur so von Fischen. Hier haben wir besonders viele größere
Fischschwärme gesehen. Wenn man ein wenig bewegungslos an einer Stelle schwebt,
kommen die Schwärme dicht heran und plötzlich ist man mittendrin. Das sieht
richtig klasse aus. Dann lassen sich besonders gut Nahaufnahmen machen.
Mo
15.4.2013
Insel: St. Thomas, US Virgin Islands/Karibik
Ort: Charlotte Amalie
Dive Spots: Wye Reef + Wrack Cartanza Senora
Tauchbasis: Underwater Safaris
2 Bootstauchgänge
Die
Bootsfahrt zum Wye Reef war sehr angenehm, da wir ruhige See hatten und unsere
Gruppe so klein war, dass jeder viel Platz für sein Equipment hatte. Und so war
das Anrödeln auch sehr entspannt. Der erste Tauchplatz war das Wye Riff, an dem
es sehr viel Fisch zu sehen gab. Besonders beeindruckt hat uns aber der zweite
Spot, denn er war unser erstes Wrack, dass wir im Meer betaucht haben. Die relativ
große Castanza Senora ist in mehrere Teile zerfallen, die ein wenig verstreut
liegen. Hätte ich nicht den Atemregler um Mund gehabt, hätte man von mir
vermutlich ständig ein WOW gehört ;o). Das gesamte Deck des Wracks ist
zerfallen, so dass man von oben sehr gut in den Innenraum hinein sehen kann.
Und überall tummeln sich bunte Fische. Die Zeit verging hier viel zu schnell.
Hier hätte ich sehr gerne noch 2 oder 3 mehr Tauchgänge unternommen.