Mittwoch, 12. November 2014

Tipp für Tauchausflüge: praktischer Pavillon für jedes Wetter

Unter Wasser stört Regen und Wind ja nicht weiter, aber wenn man am Tauchplatz trocken in seinen Trocki kommen möchte, dann hilft hier ein praktischer kleiner Pavillon. Für unsere Tauchausflüge haben wir uns den Pavillon "Addison" von der Firma 10T zugelegt. Er besteht aus einer stabilen Plane sowie einem flexiblen Alu-Gestänge, Heringen und Spannseilen und -gurten. Zusammengelegt und in der mitgelieferten Tasche verpackt ist er sehr klein und es ist im noch so voll gepackten Tauch-Auto immer noch Platz dafür.

Einfacher Aufbau des Pavillons

Perfekt gegen Regen, Wind und Sonne am Tauchplatz

Der Pavillon ist an drei Seiten offen und zu zweit gut aufzubauen - allein wird es aber wohl nicht funktionieren. Die Grundfläche ist ca. 2,5 m x 3,0 m und durch die gute Höhe von knapp 2,0 m kann man gut darunter stehen. Zu zweit kann man sich prima mit seinem ganzen Tauchgerödel darunter ausbreiten. Es würde aber auch ein Campingtisch mit 4 Stühlen gut darunter passen.

Genügend Platz für das Tauchequipment

Pause im Trockenen

Der Pavillon hat unseren Hemmoor-Test bei Wind und Regen bestanden. Das Material ist schön stabil und ein toller Regenschutz - sicherlich im Sommer auch super als Sonnenschutz einsetzbar. Hätten wir an diesem Tag mehrere dabei gehabt, hätte wir auch gut einige davon verkaufen können. Nachfragen gab es an diesem Tag genug ;-).

Dienstag, 11. November 2014

Kreidesee Hemmoor - Highlights im hinteren Seebereich

Tauchgang 4 - LKW und der Rüttler
Am nächsten Tag haben wir uns dann früh zum Rüttler an Einstieg 3 auf gemacht. Direkt vom Ponton aus führt ein Seil nach unten bis zum LKW, der auf ca. 18m zu finden ist. Er steht direkt am Abgrund und hat eine aufgestellte Ladefläche. So sieht es aus als würde er gerade Material in den darunter liegenden Rüttler kippen. Wir sind den Rüttler entlang nach unten getaucht und anschließend durch die große Schütte wieder nach oben zum LKW. Ein wirklich toller Tauchgang. Beim nächsten Mal werden wir uns den Bereich sicher noch genauer ansehen.

Der LKW über dem Rüttler auf 18m

Auf Entdeckungstour im Kreidesee Hemmoor

Tauchgang 5 - Segelboot "Hemmoor", Auto und Computer
Der letzte Tauchgang an diesem Wochenende war besonders entspannend und schön. Ganz am Ende des Sees sind wir mit unserem Tauch-Gerödel den Abhang hinunter zu Einstieg 4b geklettert. Von dort aus ging es an der Oberfläche zur Boje, unter der auf ca. 17m Tiefe das Segelboot "Hemmoor" liegt. Im Innenraum gibt es viele Details zu sehen - es lohnt sich also auch, mal hinein zu tauchen. Von dort aus sind wir wieder ein Stück Richtung Ufer getaucht und dann bis zum vorderen Einstieg 4a. Auf dem Weg dahin gab es einige Dinge zu entdecken. Neben einem versenkten Auto und einem kleinen Motorboot gab es auch einen Computer unter Wasser - und an diesem Tag auch wieder sehr viele zutrauliche Barsche.

Das Segelboot "Hemmoor"

Die Kajüte der "Hemmoor"

Ein Auto versenkt im Kreidesee

Ein Auto versenkt im Kreidesee

Neugierige Barsche schwimmen im Innenraum
des Autos

Algen und Muscheln am Autowrack

Insgesamt war es ein super-tolles Wochenende in Hemmoor und ich kann es nicht erwarten, dort endlich wieder abzutauchen. Es gibt noch viel zu entdecken...

Ein tolles Tauch-Wochenende in Hemmoor!

Kreidesee Hemmoor - endlich unter Wasser!

Nachdem ich nun schon drei Mal mit einer Gruppe von Tauchern in Hemmoor war und ich es bei allen drei Anläufen nicht einmal unter Wasser geschafft habe (wegen Erkältungen etc.), habe ich schon fast an meinen persönlichen "Hemmoor-Fluch" geglaubt. Also bin ich im August mit Thomas einfach mal ganz spontan für ein Wochenende nach Hemmoor gefahren ("Es MUSS gehen - andere machen es doch auch!" - Zitat Loriot). Und siehe da, es hat geklappt!

Endlich Tauchen in Hemmoor!

Am ersten Tag hatten wir uns den vorderen Teil des Sees vorgenommen. Durch das bescheidene Wetter mit Wolken und Regen war es nicht sehr voll und wir haben auf der großen Wiese mit Blick auf den See für diesen Tag unser Lager aufgeschlagen. Von dort aus haben wir drei Tauchgänge unternommen, auf die ich mich schon während der Hinfahrt diebisch gefreut habe.

Tauchgang 1 - Straße und Segelboot
Wir sind über den Einstieg 1 ganz relaxt die Straße hinunter getaucht bis zum Segelboot. Von dort aus ging es ganz langsam zurück an der Steilwand und vorbei an Einstieg 1 bis zum Einstieg 0. Besonders um Einstieg 1 herum gab es viele neugierige Barsche, die geradezu zutraulich und überhaupt nicht scheu waren. Dadurch, dass an diesem Tag nicht viele Taucher unterwegs waren, war die Sicht gut und ich habe meinen ersten Tauchgang in Hemmoor total genossen.

Das kleine Segelboot in der Nähe von Einstieg 1

Ein großer Saibling gleich neben dem Segelboot

Die Steilwand vor Einstieg 1

Grubenrand! Ungesicherte Abbruchkante

Zutrauliche Barsche in der Nähe von Einstieg 1

Tauchgang 2 - Der Hai
Am Einstieg 0 sind wir ins Wasser und haben uns dann auf 10m Tiefe mit dem Ufer an der linken Schulter die gelbe Schnur gesucht, die zum Hai hinaus führt. Schon nach einem kurzen Stück an der Schnur entlang kann man die Konturen des weißen Hais sehen, der in ca. 12m Tiefe (Position des Kopfes) mit aufgerissenem Maul wartet. Der ist schon ziemlich beeindruckend - schon allein durch seine Größe von ca. 7m Länge.

Der Hai ist schon ziemlich beeindruckend, wenn
seine Silhouette im trüben Blau auftaucht...

Der weiße Hai im Kreidesee Hemmoor

Tauchgang 3 - Das Flugzeug
Den Flieger im Kreidesee findet man, wenn man in der Nähe von Einstieg 0 in 10m Tiefe nach dem Führungsseil sucht, das dann direkt zum Flieger führt. Alternativ kann man auch an der Oberfläche bis zur Boje schwimmen, um dort dann direkt zum Flugzeug abzutauchen. Die gelbe Propeller-Maschine ist ein toller Anblick. Auch von unten sieht sie klasse aus.


Die Propeller-Maschine im Kreidesee


Flugzeug in Hemmoor


Spannender Anblick aus der Tiefe

Sonntag, 31. August 2014

Neues aus Nordhusia

Den Sundhäuser See kennen Thomas und ich inzwischen am besten von allen Seen in Reichweite von Hannover. Hier haben wir die meisten Tauchgänge in den letzten 2 Jahren gemacht und gefühlt jede Ecke schon gesehen. In diesem Sommer kam aber zur Abwechslung mal wieder etwas Pioniergeist auf, denn das Actionsport Tauchsportzentrum Nordhausen hat sich wieder etwas neues einfallen lassen und Nordhusia erweitert. Jetzt gibt es auch einen Stadtwald mit versenkten Bäumen, einen Brunnen, einen Galgen und einige Statuen zu entdecken. Dieser neue Teil von Nordhusia ist etwas weitläufiger als der bisherige Teil. Besonders die Bäume wirken toll im Wasser, denn darin fühlt sich auch bereits einiges an Fisch wohl.

Der Galgen in Nordhusia

Neu versenkter Brunnen

Versenkte Bäume im Sundhäuser See mit Beton an den
"Füßen" und Schwimmkörpern in den Baumwipfeln,
damit sie aufrecht stehen.

Ein Hecht im Baumwipfel

Außerhalb von Nordhusia gibt es ein neu versenktes Segelschiff auf ca. 13m Tiefe zu entdecken, das man am besten über den Einstieg 2 erreicht. Es ist mit einer weißen Boje in der Nähe des Ufers rechter Hand gekennzeichnet. Der Mast mit gespanntem Segel beginnt bereits kurz unter der Oberfläche.

Die neu versenkte Charlotte 4

Segelschiff auf 13m Tiefe - heute bei schlechter
Sicht

An diesem Tauchtag war es am Sundhäuser See sehr voll und die Sicht war entsprechend schlecht. Also sind wir nach den "Hauptattraktionen" noch ein wenig außerhalb der üblichen Routen getaucht. Und dort war die Sicht dann auch etwas besser und wir haben noch den ein oder anderen Seebewohner getroffen.

Neugierige Barsche. Man kann es nicht anders
sagen - sie sind kamerageil und schwimmen
vor der Linse immer hin und her...

Krebse im Sundhäuser See

Die dicken Karpfen sind etwas scheuer

Samstag, 30. August 2014

Tauchausflug zum Kulkwitzer See

Überblick über die Südbucht des Kulki
vom Taucher-Einstieg aus

Anfang des Monats haben wir mal wieder einen Tauchausflug zum Kulkwitzer See (auch Kulki genannt) gemacht. Der See liegt in der Nähe von Leipzig und ist ab Hannover nach 2,5 Stunden mit den Auto gut als Tagestour erreichbar.

Von der kleinen Tauchbasis „Florian“ aus, die am Südende des Sees liegt, haben wir drei Tauchgänge gemacht. Mit 2,50 EUR Basisgebühr pro Tag war das die bisher günstigste in meinem Taucherleben. Für die Flaschenfüllungen mussten wir ein klein wenig Geduld haben, aber das war noch voll im Rahmen. Neben uns waren noch ca. 20-25 andere Taucher an diesem Tag dort.

Thomas am Tauchereinstieg am Südende des Kulkis

Bis zum Einstieg am See muss man aufgerödelt ca. 3 Minuten laufen, aber der Weg führt durch den Wald, so dass das auch an heißen Tagen gar kein Problem ist. Man geht über den Strand, der auch gleichzeitig Badestrand ist, in den flachen Uferbereich. Dort kann man sich in Ruhe zum Abtauchen fertig machen. Wenn man, während man dort im Wasser noch steht, mal nach unten schaut, sieht man zutrauliche Barsche und Rotfedern, die sich um die Füße herum tummeln.

Rotfedern am Einstiegsbereich

Den meisten Fisch gab es im Einstiegsbereich
zu sehen

Der Südbereich des Sees ist komplett naturbelassen. In diesem Teil des Sees gibt es lediglich ein kleines Wrack „Titanik“ (auf 13 m), das nicht natürlich ist, sowie zwei Übungsplattformen in 8 und 11 m Tiefe.

Den ersten Tauchgang sind wir mit der rechten Schulter in 5-10 m am Ufer entlang getaucht und dann wieder zurück. Hier hab es undeutliche Silhouetten von Karpfen zu sehen, ein paar kleine Hechte und Schwärme von Baby-Barschen. Beim zweiten Tauchgang haben wir die linke Seeseite der Südbucht erkundet. Insgesamt war die Sicht an diesem Tag relativ schlecht. Es war auch deutlich weniger Fisch im See unterwegs als wir das erwartet hatten. Die meisten Fische haben wir im Einstiegsbereich angetroffen.


Trübe Sicht an diesem Tag


Muscheln an einem alten Autoreifen


Ein kleiner Hecht


Baby-Barsche

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