Sonntag, 16. Februar 2014
Delfine bei Small Gubal Island
Nördlich von Hurghada und westlich der Südspitze der Sinai-Halbinsel liegt Small Gubal Island. Das leuchtende Türkis des Wassers dort macht sofort Lust, die Unterwasserwelt zu erkunden. Gesagt - getan.
Auf einer Tiefe bis max. 18 m lässt sich dort sehr einfach das Riff und ein kleines Wrack "The Barge" erkunden. Der Tauchplatz ist sehr übersichtlich und auch für Tauchanfänger bestens geeignet.
Das Highlight unseres ersten Tauchganges dort war eine Gruppe von 7 Delfinen, die uns ca. eine halbe Stunde während des Tauchgangs begleitet hat. Das war wirklich atemberaubend. Sie waren in Spiellaune, total neugierig und sind immer wieder zwischen uns hindurch geschwommen. Zwischendurch sind sie gemeinschaftlich an die Oberfläche geschwommen um Luft zu holen (sie können ca. 15 Min. tauchen ohne Luft zu holen) und sind dann wieder zu uns herunter gekommen.
Der erste Tauchtag unserer Safari war damit schon eines der absoluten Highlights unserer Reise. Einfach nur WOW!
Ägypten: Nordtour im Roten Meer inkl. SS Turkia
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| Route und alle Tauchspots auf unserer Tour |
Am
nächsten Morgen sind wir aufgebrochen und haben am Shaab El Erg einen Checkdive
mit den Guides absolviert. Der Bestand darin, dass jeder in Ruhe seine
Bleimenge festlegen konnte und es anschließend eine Runde durchs Riff gab. Vor
uns lagen jetzt ein paar schöne Tage an verschiedenen Riffen und Wracks.
Die
genaue Route, die wir mit der Seawolf Soul genommen haben, war folgende:
- Do - Ankunft und Check in
- Fr - Shaab El Erg (Riff/1 TG) und Small Gubal Island (Riff mit kleinem Wrack/2 TG)
- Sa - SS Turkia (Wrack/3 TG)
- So - Ras Mohammad Nationalpark (Riff/2 TG) und Thistlegorm (Wrack/1 TG)
- Mo - Thistlegorm (Wrack/1 TG), Shag Rock (Riff + Wrack Kingston/1 TG) und Small Gubal Island (Riff mit kleinem Wrack/2 TG - davon 1 Nachttauchgang)
- Di - Abu Nuhas: Chrisoula K. und Ghiannis D. (Wracks/2 TG) und Small Giftun Island (Riff/2 TG - davon 1 Nachttauchgang)
- Mi - Erg Somnia (1 TG) und Gotta Abu Ramada (Riff/1 TG)
- Do - Abreise nach dem Frühstück an Bord
Es gab
nur wenige, die wirklich sämtliche Tauchgänge mitgemacht haben. Es sollte ja
nicht in Arbeit ausarten ;o). Ich habe 12 mitgemacht. Die Tour war insgesamt
ein toller Mix aus Wracks und Riffen - auch ein paar schöne Steilwände waren
darunter. Schön bewachsene Wracks mag ist besonders, denn da hat mal gleich
drei Dingen auf einmal: Wracks mit oft spannender Ladung, schöne Korallen und
viele bunten Fische.
Tauchsafari auf der Seawolf Soul
Nach
dem kurzen Transfer vom Flughafen wurden wir sehr freundlich auf der Tauchbasis
von Seawolf empfangen.
Die Soul lag nicht direkt am Steg, sondern etwas weiter draußen, so dass wir samt Koffer und Tauchgepäck per Zodiak zum Schiff gebracht wurden und dort auch die erste Nacht verbringen sollten, bevor es am nächsten Morgen losgehen sollte.
Das Tauchteam Wasserfest hatte uns einen Vollcharter organisiert, so dass wir 20 Tauchwütigen in dieser Woche ganz unter uns waren. Das hatte auch den Vorteil, dass wir die Route mit bestimmen konnten, so dass Barbara vom Tauchteam Wasserfest schon vor der Reise vereinbart hatte, dass auch die SS Turkia im Norden des Golf von Suez Teil unserer Safari werden sollte.
Nachdem wir die Kabinen bezogen hatten, hat jeder einen festen Platz auf dem Tauchdeck bekommen und konnte sein ganzes Equipment dort verstauen. Etwas komfortableres als eine Tauchsafari gibt es wohl nicht, denke ich. Man baut am Anfang der Reise sein Gerödel an die Flasche, hopst täglich mehrmals von Bord oder ins Zodiak und baut sein Equipment am Ende der Reise wieder auseinander. Während man sich nach dem Tauchgang erholt, werde die Flaschen wieder nachgefüllt. Schade war es nur, dass die Nitrox-Anlage während der ganzen Tour defekt war, so dass wir mit normaler Atemluft tauchen mussten.
Insgesamt hatte die Seawolf Soul schon diverse Gebrauchsspuren, aber alles ist sehr sauber. Die gesamte Crew (darunter 2 Tauchguides) war von Anfang an sehr freundlich und hilfsbereit. Besonders hervorzuheben ist das sehr gute Essen an Bord. Egal ob Frühstück, Mittagessen oder Abendessen - der Schiffskoch Jussef hat wirklich tolle Leckereien in seiner kleinen Kombüse gezaubert.
| Tauchbasis von Seawolf in Hurghada |
| Warten auf das Zodiak zur Soul |
Die Soul lag nicht direkt am Steg, sondern etwas weiter draußen, so dass wir samt Koffer und Tauchgepäck per Zodiak zum Schiff gebracht wurden und dort auch die erste Nacht verbringen sollten, bevor es am nächsten Morgen losgehen sollte.
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| Per Schlauchboot zum Schiff |
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| Die Seawolf Soul |
Das Tauchteam Wasserfest hatte uns einen Vollcharter organisiert, so dass wir 20 Tauchwütigen in dieser Woche ganz unter uns waren. Das hatte auch den Vorteil, dass wir die Route mit bestimmen konnten, so dass Barbara vom Tauchteam Wasserfest schon vor der Reise vereinbart hatte, dass auch die SS Turkia im Norden des Golf von Suez Teil unserer Safari werden sollte.
| Blick vom Schiff zur Tauchbasis von Seawolf |
| Relaxen nach der Anreise |
Nachdem wir die Kabinen bezogen hatten, hat jeder einen festen Platz auf dem Tauchdeck bekommen und konnte sein ganzes Equipment dort verstauen. Etwas komfortableres als eine Tauchsafari gibt es wohl nicht, denke ich. Man baut am Anfang der Reise sein Gerödel an die Flasche, hopst täglich mehrmals von Bord oder ins Zodiak und baut sein Equipment am Ende der Reise wieder auseinander. Während man sich nach dem Tauchgang erholt, werde die Flaschen wieder nachgefüllt. Schade war es nur, dass die Nitrox-Anlage während der ganzen Tour defekt war, so dass wir mit normaler Atemluft tauchen mussten.
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| Diverse Gebrauchsspuren, aber alles sauber an Bord |
Insgesamt hatte die Seawolf Soul schon diverse Gebrauchsspuren, aber alles ist sehr sauber. Die gesamte Crew (darunter 2 Tauchguides) war von Anfang an sehr freundlich und hilfsbereit. Besonders hervorzuheben ist das sehr gute Essen an Bord. Egal ob Frühstück, Mittagessen oder Abendessen - der Schiffskoch Jussef hat wirklich tolle Leckereien in seiner kleinen Kombüse gezaubert.
Samstag, 15. Februar 2014
Was ist eigentlich eine Tauchsafari?
Bei
Tauchreisen kann man beispielsweise ein Hotel haben und von dort aus direkt vom
Strand aus ins Wasser gehen oder mit Tagesbooten oder Zodiaks zu einzelnen nahe
gelegenen Tauchspots raus fahren und kehrt anschließend an Land zurück. Bei
einer Tauchsafari dagegen ist man mehrere Tage nur auf dem speziell fürs
Tauchen ausgestatteten Boot, übernachtet dort und wird auch dort verpflegt.
So eine Safari hat den Vorteil, dass man auch weiter entfernt gelegene Tauchplätze gut erreichen kann und eine Menge unterschiedlicher Tauchplätze bequem zu sehen bekommt. Ein Tauchsafari-Boot hat diverse Kabinen, meist einen Salon, in dem man verpflegt wird, viel Platz und Sonnendecks zum Relaxen sowie natürlich einen Bereich für das Tauchequipment und eine Tauchplattform, von der aus man direkt ins Wasser springen kann oder auch ins Zodiak steigt.
Meist hat jedes Tauchsafari-Boot 1-2 Beiboote - z.B. Zodiaks - ständig dabei. Das Zodiak benutzt man, wenn das Schiff z.B. an besonders geschützten Tauchplätzen nicht ankern darf oder wenn das Riff zu nah ist, denn man möchte ja nichts beschädigen. Bei Strömungstauchgängen kann es z.B. sein, dass man vom Zodiak gegen die Strömung gebracht wird, dann ins Wasser geht und sich beim Tauchgang zurück zum Safariboot treiben lässt.
Je nach Anzahl der Teilnehmer gibt es Tauchguides an Bord, die vor jedem Tauchgang ein Briefing abhalten, die Tauchplätze erklären sowie Tipps für Routen geben, denen man folgen kann. Für die Briefings verwenden die Guides Karten oder eigene Zeichnungen von den Tauchspots. Nach dem Briefing kann man sich dann entscheiden, ob man in Begleitung eines Guides tauchen möchte oder den Tauchspot lieber mit seinem Buddy allein erkunden möchte.
Meist kann man sich vor einer Tauchsafari noch einige Extras dazu buchen, wie z.B. Nitrox, eine größere Flasche o.ä.. Viele Tauchsafari-Anbieter legen auch großen Wert auf Sicherheit und haben Sauerstoff an Bord und bieten z.B. ENOS an - ein elektronisches Notruf- und Ortungssystem, das man beim Tauchen an seinem Jacket befestigen kann. So kann man auch auf Tauchsafari gehen, wenn man vorher "Open Water" gesehen hat ;o).
Wenn man mit Seekrankheit Probleme hat, ist eine Tauchsafari vielleicht nicht die erste Wahl. Je nach den Tauchzielen und der Wetterlage kann es da manchmal ganz schön schaukeln. Es kommt auch vor, dass man über Nacht fährt und dann bei Seegang schlafen muss. Aber viele Schiffe haben gute Mittel gegen Seekrankheit an Bord.
Insgesamt ist eine Tauchsafari eine sehr komfortable Angelegenheit, bei der man sein Hotel quasi immer dabei hat und mit dem Tauchgerödel keine langen Wege zurücklegen muss. Außerdem ist die Crew meist sehr bemüht, einem das Leben an Bord und auch bei den Tauchvorbereitungen so bequem wie möglich zu machen.
| Das Tauchdeck |
So eine Safari hat den Vorteil, dass man auch weiter entfernt gelegene Tauchplätze gut erreichen kann und eine Menge unterschiedlicher Tauchplätze bequem zu sehen bekommt. Ein Tauchsafari-Boot hat diverse Kabinen, meist einen Salon, in dem man verpflegt wird, viel Platz und Sonnendecks zum Relaxen sowie natürlich einen Bereich für das Tauchequipment und eine Tauchplattform, von der aus man direkt ins Wasser springen kann oder auch ins Zodiak steigt.
| Viel Platz zum Relaxen |
| Jeder hat einen festen Platz für seine Tauchausrüstung |
| Stauraum für Kameras und Lampen mit vielen Steckdosen |
| Der Salon - Treffpunkt zum Essen |
| So viele Leckereien aus einer so kleinen Kombüse |
Meist hat jedes Tauchsafari-Boot 1-2 Beiboote - z.B. Zodiaks - ständig dabei. Das Zodiak benutzt man, wenn das Schiff z.B. an besonders geschützten Tauchplätzen nicht ankern darf oder wenn das Riff zu nah ist, denn man möchte ja nichts beschädigen. Bei Strömungstauchgängen kann es z.B. sein, dass man vom Zodiak gegen die Strömung gebracht wird, dann ins Wasser geht und sich beim Tauchgang zurück zum Safariboot treiben lässt.
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| Die Tauchplattform |
| Tauchgang-Start per Zodiak |
Je nach Anzahl der Teilnehmer gibt es Tauchguides an Bord, die vor jedem Tauchgang ein Briefing abhalten, die Tauchplätze erklären sowie Tipps für Routen geben, denen man folgen kann. Für die Briefings verwenden die Guides Karten oder eigene Zeichnungen von den Tauchspots. Nach dem Briefing kann man sich dann entscheiden, ob man in Begleitung eines Guides tauchen möchte oder den Tauchspot lieber mit seinem Buddy allein erkunden möchte.
| Briefing vor jedem Tauchgang |
| Guides erklären die einzelnen Tauchspots |
Meist kann man sich vor einer Tauchsafari noch einige Extras dazu buchen, wie z.B. Nitrox, eine größere Flasche o.ä.. Viele Tauchsafari-Anbieter legen auch großen Wert auf Sicherheit und haben Sauerstoff an Bord und bieten z.B. ENOS an - ein elektronisches Notruf- und Ortungssystem, das man beim Tauchen an seinem Jacket befestigen kann. So kann man auch auf Tauchsafari gehen, wenn man vorher "Open Water" gesehen hat ;o).
| Bärbel mit ENOS - da kann niemand verloren gehen |
Wenn man mit Seekrankheit Probleme hat, ist eine Tauchsafari vielleicht nicht die erste Wahl. Je nach den Tauchzielen und der Wetterlage kann es da manchmal ganz schön schaukeln. Es kommt auch vor, dass man über Nacht fährt und dann bei Seegang schlafen muss. Aber viele Schiffe haben gute Mittel gegen Seekrankheit an Bord.
Insgesamt ist eine Tauchsafari eine sehr komfortable Angelegenheit, bei der man sein Hotel quasi immer dabei hat und mit dem Tauchgerödel keine langen Wege zurücklegen muss. Außerdem ist die Crew meist sehr bemüht, einem das Leben an Bord und auch bei den Tauchvorbereitungen so bequem wie möglich zu machen.
Auf zur Tauchsafari im Roten Meer im November 2013
Im
November 2013 sind wir mit einer sehr netten Gruppe vom Tauchteam Wasserfest zu
einer Tauchsafari im Roten Meer in Ägypten aufgebrochen. In den Wochen und
Monaten davor haben wir natürlich intensiv die Nachrichten rund um die Unruhen
in Ägypten verfolgt und das Hin und Her der Fluggesellschaften. Erst wenige
Zeit vor der Reise war klar, das Condor fliegt und wir die Safari auch antreten
können. Da unser Flug direkt nach Hurghada ging und wir auch direkt in Hurghada
aufs Schiff gehen sollten, haben wir uns um unsere Sicherheit keine Sorgen
gemacht. Auf dem Transfer zum und von Schiff war nichts von Unruhen zu sehen.
Militärpräsenz war jedoch deutlich zu sehen. In den Wochen vor der Reise aber
auch während der Anreise ging es mir immer wieder durch den Kopf, wie sehr der
Tourismus unter den Unruhen leiden muss und wie viele Schicksale es bei Hotel-
und Tauchbasen-Betreibern geben musste. Das war wirklich traurig.
Als wir aus dem Flieger über Ägypten dann ganz in der Ferne den Golf von Suez als blauen Steifen sehen konnten, stieg die Vorfreude sehr schnell. Denn genau dort war für uns auch ein Tauchtag an der SS Turkia geplant, die von deutschen Tauchern bisher nicht sehr häufig betaucht wurde, weil sie weit ab von den anderen bekannten Tauchplätzen hoch im Norden im Golf von Suez lag.
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| Die Küste von Ägypten ist erreicht |
Als wir aus dem Flieger über Ägypten dann ganz in der Ferne den Golf von Suez als blauen Steifen sehen konnten, stieg die Vorfreude sehr schnell. Denn genau dort war für uns auch ein Tauchtag an der SS Turkia geplant, die von deutschen Tauchern bisher nicht sehr häufig betaucht wurde, weil sie weit ab von den anderen bekannten Tauchplätzen hoch im Norden im Golf von Suez lag.
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| Der Golf von Suez hinten als blauer Streifen |
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